Claudius Karch verabschiedet sich unglücklich aus der RCN!

Für Claudius Karch endete am Samstagnachmittag seine kurze, aber erfolgreiche RCN-Karriere. „Es waren schöne Jahre, die mit dem Meistertitel 2012 ja auch erfolgreich waren“, sagte Karch, der ganz klar weiß, dass „ich hier richtig Autofahren gelernt habe.“ Das letzte Rennen am Samstag endete tragischer Weise in der Leitplanke und Karch war um die Erfahrung reicher, dass er in Sachen Motorsport diesmal wohl besser auf seine Frau gehört hätte.

Die war nämlich der Meinung, dass der Mannheimer ausnahmsweise nicht antritt. „Sie hat überhaupt nichts gegen meine Renneinsätze, aber nach einer langen und doch schweren Grippe hätte sie es besser gefunden, wenn ich nicht gefahren wäre.“ Und auf den ersten Kilometern merkte Karch denn auch, dass ihm der Virus dann doch stärker zugesetzt hatte, als er erhofft hatte. „Die Rundenzeiten waren ganz okay, aber auch nicht top.“ Nach einigen Runden rutschte er dann nach der Mutkurve zu weit nach außen und konnte der Porsche Cayman nicht mehr abfangen. „Ich war einfach unkonzentriert und bin an einer Stelle abgeflogen, an der mir das noch nie passiert ist.“

Insofern hatte Frau Karch also Recht behalten. Doch Claudius wollte nicht einfach so seine RCN-Karriere beenden. Von Anfang an war ihm klar, dass er sich ordentlich aus dieser Serie verabschieden wollte. „Die RCN hat mir so viel gegeben, da wollte ich auch etwas zurückgeben und mich am liebsten mit einem Klassensieg zurückziehen.“ Mit Mathol Racing hat Claudius Karch in der RCN die Nordschleife kennen und vor allem richtig schnell fahren gelernt. „Die RCN ist noch richtiger Breitensport mit einer tollen Motorsportfamilie“, sagt Karch. Natürlich herrsche hin und wieder ein wenig Chaos und vielleicht ist der eine oder andere Fahrer nicht derart professionell unterwegs, wie beispielsweise Mathol Racing, „Aber genau das macht das Flair der RCN eben aus. Außerdem ist es Motorsport auf sehr hohem Niveau.“

Trotzdem wird sich Karch künftig nur auf die VLN und das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring konzentrieren. „Für mehr habe ich auch nicht die Zeit“, sagt der KFZ-Gutachter. Mit 18 Rennwochenenden zwischen März und Ende Oktober war 2014 ein motorsportlich volles Jahr, das noch nicht ganz beendet ist. Denn in der VLN folgen für Karch jetzt noch zwei Rennen.

Denn der Porsche Cayman wird bis zum neunten VLN-lauf in eineinhalb Wochen auch wieder repariert und einsatzbereit sein. Ende Oktober geht Karch dann in die verdiente Winterpause. Die RCN-Saison schloss er letztlich auf Gesamtrang 34 ab. Mit seinem Team Mathol Racing konnte er erneut den Sieg in der Teamwertung feiern.